Liebe Mitglieder,

wie Ihr sicher mitbekommen habt, wurde nun 2G im Freizeitbereich (gültig ab morgen) beschlossen und das betrifft natürlich auch unser Dojo. Wir haben uns hierzu viele Gedanken gemacht und möchten euch heute darüber informieren wie es nun erst mal weiter geht und auch dazu Stellung beziehen.

Wie viele von euch wissen, betrifft 2G mehrere Leute im Dojo, nicht zuletzt auch uns als Haupt-Trainer und Trainerin des Dojos. Deshalb werden wir für die Dauer von 2G möglicherweise den Trainingsplan umstellen müssen. Wie genau das aussehen wird, werden wir versuchen umgehend zu klären.

Nun zu unserer Stellungnahme.

Bisher haben wir das Thema Corona erfolgreich aus dem Dojo raushalten können. Vielen Dank an euch alle nochmal dafür, dass im Dojo die Spaltung durch Meinungen nicht eingezogen ist und wir stattdessen wie sonst auch respekt- und achtungsvoll miteinander umgegangen sind, egal ob geimpft, genesen oder ungeimpft. Nun kommt aber 2G und wir möchten bzw. müssen das nun kommentieren.

Wir haben uns während der ganzen Corona-Zeit stets an alle gesetzlichen Vorgaben gehalten und den 3G-Status der Mitglieder immer gewissenhaft überprüft. Nicht-Geimpfte haben sich regelmäßig wie erfordert getestet, Geimpfte haben ihren Impfstatus nachgewiesen. Die Aufmerksamkeit der Mitglieder für bestehende eigene Erkältungszeichen etc. war unserer Erfahrung nach sehr, sehr hoch und selbst bei negativen Tests sind Erkältete aus Verantwortungsbewusstsein heraus nicht ins Training gekommen. Auch eine genaue Nachverfolgung wäre, obwohl seit einigen Monaten nicht mehr erforderlich, dank geführter Trainingslisten jederzeit möglich gewesen. Es gab in der kompletten Zeit keinen einzigen Fall von Corona, der das Dojo direkt betroffen hat. Wir haben stets versucht, die Bedürfnisse aller wahrzunehmen und im Sinne des Dojos als Gemeischaft zu handeln.

Nun müssen aber alle nicht immunisierten Mitglieder ab 16 Jahren vom Trainingsbetrieb ausgeschlossen werden. Dies trifft uns sehr. Nicht nur weil das auch uns als Trainerin und Trainer betrifft und deshalb der Betrieb eingeschränkt werden muss, sondern weil Separation und Spaltung das genaue Gegenteil von dem sind, was wir im Aikido üben. Aikido lehrt uns, dass Lösungen, die auf Trennung und Zwang beruhen, meist nicht zielführend sind und in der Regel weitere Probleme nach sich ziehen. Und sich eigentlich immer für beide Seiten schlecht anfühlen. Aikido sucht andere Lösungen, die immer auf einem Miteinander, gegenseitiger Achtsamkeit, Akzeptanz und Respekt beruhen. 2G bedeutet für uns das genaue Gegenteil und deshalb möchten wir das als Aikidoka nicht einfach unkommentiert stehen lassen. Natürlich haben auch wir keine Lösungen für die Coronakrise und die steigenden Infektionszahlen parat und tun alles für einen verantwortungsbewussten Umgang mit dem möglichen Infektionsrisiko. Trotzdem finden wir, insbesondere vor dem Hintergrund wie wir bisher im Dojo mit Corona umgegangen sind, diese Maßnahme der Regierung sehr problematisch.

Als Aikidoka, die diese Kampfkunst nicht nur als Sport sondern als Lebenseinstellung ausüben, möchten wir euch alle dazu einladen, die Polarisierung in der Gesellschaft nicht aktiv voranzutreiben.

Das Tai Chi Training findet weiterhin wie gewohnt statt. Bezüglich des Aikido Trainings für Kinder, Jugendliche und Erwachsene melden wir uns umgehend bei euch per Mail sobald wir genau klären konnten was möglich ist. Die Trainings morgen (Mittwoch) finden erst mal statt.

Wir hoffen, dass ihr unser Vorgehen nachvollziehen könnt und das Dojo egal ob 1, 2, 3, oder wieviel G auch immer, weiterhin unterstützen möchtet. Und dass wir ganz bald wieder gemeinsam auf der Matte sein und miteinander Aikido üben können. Gerne könnt Ihr uns ansprechen, falls Ihr Fragen oder Anregungen habt.

Herzliche Grüße,
Sonja & Peter

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